Leibniz-Forschungsverbund
Nanosicherheit

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Tag der offenen Tür 2016

Leibniz@Nanosicherheit – Tag der offenen Tür am INM

Gottfried Wilhelm Leibniz höchstpersönlich stattete dem INM am 9. Juli 2016 einen Besuch ab: Es war der Tag der offenen Tür der Universität des Saarlandes und damit auch der Tag der offenen Tür des INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien. Mit seiner wallenden Haarpracht und seinem barocken Gewand verzückte Leibniz die Besucher und enthüllte ihnen das eine oder andere Geheimnis über die Nanowelt. Ob mikroskopierend oder wild gestikulierend, die Besucher, junge wie alte, wichen nicht von seiner Seite.

Kollage

Im Leibniz-Jahr nutzte der Forschungsverbund Nanosicherheit, vertreten durch die Forschungsgruppe „Nano Zell Interaktionen“, den Tag der offenen Tür, um mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern über Anwendungen von Nanomaterialien und das Thema Nanosicherheit zu diskutieren. An ihrem Stand konnten sich die Schüler und Erwachsenen darüber informieren, warum Nanopartikel besonders sind und wie sie hergestellt werden.

Ein Blick durch das Mikroskop erlaubte den Besuchern außerdem, Zellen zu beobachten, die eigentlich die Lungenoberfläche bedecken. In ihrer täglichen Arbeit nutzen die Wissenschaftler mikroskopische Techniken, um Wechselwirkungen von Nanopartikeln mit ebensolchen Lungenzellen zu erforschen.

Als Ergänzung zu den Erklärungen und Demonstrationen der Wissenschaftler um Dr. Annette Kraegeloh nahmen die Gäste die druckfrischen Broschüren des Forschungsverbund Nanosicherheit gerne mit. Darin stellen die sechs Partner des Verbundes ihre Forschung zum Thema Nanosicherheit aus unterschiedlichen Blickwinkeln vor.

Weitere drei Forschungsgruppen des INM präsentierten sich und ihre Aktivitäten der Öffentlichkeit. So lernte man an diesem Tag einiges über den Lotuseffekt und die Struktur von Pflanzenoberflächen, die Selbstanordnung von Nanopartikeln und ihre Nutzung als Energiespeicher oder zur Wasseraufbereitung.

Zum Anlass des Leibniz-Jahres hielt Dr. Mario Quilitz einen erhellenden Beitrag über den letzten Universalgelehrten, der das Wirken von Gottfried Leibniz im wahrsten Sinne lebendig werden ließ. Denn inmitten des Vortrags sprengte der seit 300 Jahren totgeglaubte Leibniz die Runde, um ein Detail zu ergänzen, und erntete damit den Beifall des Publikums.

Insgesamt zählte die Veranstaltung zwischen 150 und 200 Besucher, die das INM informiert und erheitert verließen.