Leibniz-Forschungsverbund
Nanosicherheit

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Tag der offenen Tür 2015

Universität des Saarlandes: Der Forschungsverbund leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Aufklärung über Nanosicherheit

120 Besucher erhielten am 4. Juli 2015 spannende Einblicke in die Nanowelt. Das INM öffnete im Rahmen des Tags der offenen Tür der Universität des Saarlandes erneut seine Türen, um der Öffentlichkeit seine Forschung anschaulich und leicht verständlich durch Mitmachangebote näher zu bringen.

Der Forschungsverbund Nanosicherheit war durch den Stand der Gruppe Nano-Zell-Interaktionen des INM vertreten. Hier konnten sich interessierte Besucher über Nanopartikel und ihre Anwendungen informieren und ihre Fragen zur Nanosicherheit stellen. Betreut wurde der Stand von dem Leibniz-Doktoranden Alexander Kümper, von Chemie-Studentin Sarah Schmidt und der Forschungsverbund-Koordinatorin Dr. Annette Kraegeloh. Besucher jeden Alters, darunter viele Abiturienten, bestaunten menschliche Lungenzellen unter dem Mikroskop, die zuvor Kohlenstoff-Nanopartikeln ausgesetzt worden waren. Ebenso wurde ihnen eine magnetische Flüssigkeit mit Eisenoxid-Nanopartikeln vorgeführt, die beispielsweise in der Tumortherapie eingesetzt wird: Von den Tumorzellen aufgenommene Nanopartikel werden dabei über ein Magnetfeld aktiviert. Durch diese Erzeugung eines lokalen Fiebers stirbt das Tumorgewebe ab.

Wer wegen der Sicherheit von Nanopartikeln in Sonnencremes besorgt war, durfte sich an jenem heißen Sommertag von seiner Sorge nach der Beobachtung eines effektvollen Experiments getrost verabschieden: In dem Experiment wurde an einer hautähnlichen Membran gezeigt, dass die Haut wie ein undurchdringlicher Schild wirkt, der Nanopartikel an der Oberfläche zurückhält.

Um die Größe von Nanopartikeln begreiflich zu machen, erläuterten die Wissenschaftler in einer Bildschirmpräsentation, wie groß Nanopartikel im Vergleich zu biologischen Strukturen sind. Eindrucksvolle 3D- und Lebendzell-Animationen rundeten das Gesamtbild von Nanopartikeln in Wechselwirkung mit Zellen ab.

Das Publikum zeigte sich durchweg wissbegierig und ließ sich gerne von Annette Kraegeloh, Alexander Kümper und Sarah Schmidt über den aktuellen Forschungsstand zu Nanopartikelanwendungen und der Sicherheit von Nanomaterialien aufklären. Der Austausch zwischen den Bürgern und Wissenschaftlern war für beide Seiten ein Gewinn: Die Besucher nahmen wichtige Informationen mit nach Hause, die Forscher Anregungen für ihre weitere Arbeit.