Leibniz-Forschungsverbund
Nanosicherheit

Silika-Nanopartikel, Me80-Schicht

Erklären

Öffentlicher Diskurs zum Thema Nano

Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Potenzial und den Risiken von Nanoprodukten steht erst am Anfang einer längeren Entwicklung. Der Forschungsverbund beschäftigt sich mit der Frage, wie die Öffentlichkeit darin unterstützt werden kann, sich ein fundiertes Urteil über ein aktuelles Wissenschaftsgebiet zu bilden, das einerseits verspricht, durch wissenschaftliche Neuerungen in unserem unmittelbaren Lebenszusammenhang immer mehr Kontrolle über Naturvorgänge möglich zu machen, das aber andererseits auch mit vielen diffusen Sicherheitsbedenken und Ängsten assoziiert ist. Eine wichtige Komponente dieses gesellschaftlichen Diskurses besteht in der Vermittlung und dem Austausch von Informationen und Meinungen zum Thema Nanosicherheit mit Hilfe digitaler und klassischer Medien (z. B. Internet und Fernsehen), aber auch durch Ausstellungen und Museen, in denen diese Thematik aufgegriffen wird. In beiden Fällen geht es nicht nur um die Vermittlung von Faktenwissen, sondern vor allem auch um die Ausbildung eines vertieften Verständnisses von komplizierten und kontrovers diskutierten Zusammenhängen.

Aufbau einer Infrastruktur zum Forschungsdatenmanagement für die Nanosicherheit und Etablierung einer Ontologie zum Information-Retrieval

Forschungsdaten sind als nationales Kulturgut anzusehen. Sie werden durch aufwändige Erhebungsverfahren und meist unter Einsatz öffentlicher Mittel gewonnen. Sie sollten daher dauerhaft gesichert und der (Fach‐)Öffentlichkeit sowie zukünftigen (Forscher‐) Generationen zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt werden. Im Mittelpunkt einer vernetzten Informationsinfrastruktur sollten Forschungsdatenzentren stehen, die registrierte Datensätze zur Wiederauffindbarkeit archivieren.