Leibniz-Forschungsverbund
Nanosicherheit

Web-Dokumentation zum Thema Nanofasern

21. Januar 2018

In der Dokumentation „Staub von morgen“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) geht es um den Umgang mit potenziellen Gefahren durch innovative Werkstoffe. Am Beispiel von Nanomaterialien vermittelt die Dokumentation multimedial mit Text, Bild und Videosequenzen, warum es wichtig ist, neue Stoffe gründlich unter die Lupe zu nehmen, bevor sie zu Gefährdungen führen können.

Nanosicherheit bei „Frag Leibniz“

09. Januar 2019

„Welche Folgen hat die Anwendung von Nanotechnologie?“ Diese Frage wurde uns im Rahmen der Aktion „Frag Leibniz“ der Leibniz Gemeinschaft gestellt. Die Antwort auf diese und weitere Fragen: https://frag-leibniz.de/fragen/.

Studie zum Verständnis von komplexen Informationen am Beispiel von Nanopartikeln

19. Dezember 2018

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Im Dezember 2018 fand eine mehrtägige Studie mit Experten des INM zum Thema Nanopartikel statt. Die Studie wird vom Institut für Wissensmedien in Tübingen, einem Partner des Leibniz-Forschungsverbundes Nanosicherheit, durchgeführt. Ziel der Studie ist es, zu vergleichen, wie Experten und Laien komplexe und widersprüchliche Informationen erfassen und bewerten. Hierzu wurden Fragebögen mit Bestimmung der Blickrichtung und –länge der Probanden auf einen Text (Eye-Tracking) kombiniert. Die Ergebnisse, welche voraussichtlich im Sommer 2019 vorliegen, sollen Forschern helfen ihre Arbeitsergebnisse verständlicher zu kommunizieren und Missverständnisse in der Vermittlung von wissenschaftlichen Ergebnissen zu verhindern.

IPF neuer Partner im Forschungsverbund

28. November 2018

Logo IPF

Im Zusammenhang mit der Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin fand das zweite Treffen des Leibniz Forschungsverbundes des Jahres statt. Wir konnten dort unser achtes Mitglied, das Leibniz Institut für Polymerforschung Dresden (IPF), als Partner im Forschungsverbund begrüßen. Die Expertise des IPF sind die kontrollierte Produktion verschiedener Nanopartikel und deren Nutzung – unter anderem für leichtere, stabilere Bauteile oder biomedizinische Anwendungen. Damit bereichern wir unser Kompetenzspektrum, welches von der Herstellung und Verarbeitung von Nanopartikeln (IPF, IWT, INM), über deren Sicherheitsprüfung und -bewertung (FZ Borstel, IfADo, IUM, INM), der Erstellung von Materialdatenbanken (FIZ) bis hin zur Vermittlung von Wissen zu Nanosicherheit (IWM) reicht. Wir freuen uns auf spannende, gemeinsame Projekte.

IWT neuer Partner im Forschungsverbund

01. November 2018

IWT Bremen Logo

Das Leibniz Institut für Werkstofforientierte Technologien Bremen (IWT) ist der siebte Partner im Forschungsverbund Nanosicherheit. Mit dem IWT hat der Forschungsverbund Nanosicherheit nun einen Partner, der sich mit den Grundlagen der Partikelherstellung aus der Gasphase befasst. Neuartige Nanopartikel werden hergestellt, indem reaktive organische Flüssigkeiten dispergiert und in einer Flamme reagiert werden. Somit entstehen Partikel die für die Herstellung von nanostrukturierten Oberflächen für flexible elektronische oder optische Beschichtungen, Füllstoffe, Sensoren und neuartige Katalysatoren zum Einsatz kommen können. Weiterhin forscht das IWT an der Wirkung von Nanopartikeln auf lebende Materie. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Sonderausgabe Nanomaterials „Nanosafety 2017“

März 2018

Die Zeitschrift Nanomaterials hat eine Sonderausgabe zur Konferenz Nanosafety 2017 herausgegeben, die für jeden frei zugänglich ist. Folgende Open-Access-Artikel stehen nun auf der Website des MDPI zum Download zur Verfügung:

  • „Non-Canonical Activation of the Epidermal Growth Factor Receptor by Carbon Nanoparticles“
    von Daniel Stöckmann, Tim Spannbrucker, Niloofar Ale-Agha, Philipp Jakobs, Christine Goy, Nadine Dyballa-Rukes, Tamara Hornstein, Alexander Kümper, Annette Kraegeloh, Judith Haendeler und Klaus Unfried
    PDF Full-text
  • „Low Dose Carbon Black Nanoparticle Exposure Does Not Aggravate Allergic Airway Inflammation in Mice Irrespective of the Presence of Surface Polycyclic Aromatic Hydrocarbons“
    von Karina Lindner, Sina Webering, Michael Stroebele, Henning Bockhorn, Tanja Hansen, Peter König und Heinz Fehrenbach
    PDF Full-text
  • „The DaNa2.0 Knowledge Base Nanomaterials—An Important Measure Accompanying Nanomaterials Development“
    von Harald F. Krug, Nils Bohmer, Dana Kühnel, Clarissa Marquardt, Katja Nau und Christoph Steinbach
    PDF Full-text
  • „Prevention of Synaptic Alterations and Neurotoxic Effects of PAMAM Dendrimers by Surface Functionalization“
    von Felipe Vidal, Pilar Vásquez, Francisca R. Cayumán, Carola Díaz, Jorge Fuentealba, Luis G. Aguayo, Gonzalo E. Yévenes, Joel Alderete und Leonardo Guzmán
    PDF Full-text
  • „Implementation of Safe-by-Design for Nanomaterial Development and Safe Innovation: Why We Need a Comprehensive Approach“
    von Annette Kraegeloh, Blanca Suarez-Merino, Teun Sluijters und Christian Micheletti
    PDF Full-text

Nanosafety-Konferenz 2017 in den Medien

Oktober 2017

Experten diskutieren, wie Nanopartikel auf lebende Organismen wirken und für Verbraucher sicherer werden

Sind Nanopartikel unbedenklich für den Menschen oder mitverantwortlich für Krankheiten wie zum Beispiel Alzheimer oder Asthma? Wie gelangen Nanopartikel überhaupt in lebende Organismen und in die Umwelt? Wie lassen sich Nanopartikel produzieren, die für Verbraucher sicher sind und gleichzeitig die gewünschten, industriellen Anforderungen erfüllen? Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen braucht es dafür? Diese Fragestellungen erörtern internationale Experten auf der diesjährigen Nanosafety in der Zeit vom 11. bis 13. Oktober in Saarbrücken.

Am 11. Oktober setzen sich die Wissenschaftler mit möglichen Umwelteffekten von Nanopartikeln auseinander. So wird ein Modell vorgestellt, mit dem sich abschätzen lässt, wie sich Nanopartikel oder Nanomaterialien auf die Umwelt auswirken. Darin berücksichtigen die Forscher unterschiedliche Faktoren, wie zum Beispiel den Lebenszyklus, Transport und die Veränderung von Nanomaterialien, wenn sie in die Umwelt gelangen. Außerdem diskutieren die Wissenschaftler das Prinzip des sogenannten Safe-by-Design: Mit ihm sollen schon durch die Art der Produktion die Risiken von Nanopartikeln minimiert werden. Dazu stellen die internationalen Experten Methoden vor, um unterschiedliche Nanopartikel nachweisen zu können und auf ihre Eigenschaften und Sicherheit zu überprüfen. „In vielen Produkten des Alltags, wie zum Beispiel als Schutzbeschichtungen auf Laptops, Brillen oder Personalausweisen, auf Touch-Screens, in Sonnencreme oder in medizinischen Produkten sind Nanopartikel enthalten. Wir streben den bestmöglichen Nutzen der Nanopartikel an. Deshalb ist das Safe-by-Design Prinzip so wichtig.“, erklärt Annette Kraegeloh, Koordinatorin des Leibniz-Forschungsverbundes Nanosicherheit.

Die Forscherinnen und Forscher setzen sich auch mit der Idee auseinander, wie man europaweit ein standardisiertes Verfahren nutzen kann, um die Auswirkungen von Nanopartikeln einzuschätzen.

Ob bestimmte Nanopartikel Nervengewebe schädigen können, also neurotoxisch wirken, ist ein Themenschwerpunkt am 12. Oktober. Dieser vielschichtigen Frage gehen die Wissenschaftler mit unterschiedlichen Forschungsansätzen nach: Sie nutzen verschiedene Modelle, die die Verhältnisse in lebenden Organismen nachahmen und in Zukunft Tierversuche ersetzen sollen. Die Experten aus dem Leibniz-Forschungsverbund Nanosicherheit, aus den USA, der Schweiz und Frankreich untersuchen beispielsweise, ob und über welche Mechanismen Nanopartikel aus Mangan oder in Dieselabgasen Organe schädigen können.
Ein weiterer großer Themenblock präsentiert verschiedene wissenschaftliche Methoden, mit denen Nanopartikel hergestellt und ihre Wechselwirkungen mit Zellen abgebildet werden können.

Die Konferenz schließt am 13. Oktober mit einer Vortragsreihe über Wirkungen und Wirkmechanismen verschiedener Nanopartikel. So wird beispielsweise diskutiert, wie Nanopartikel im Falle vorhandener Vorerkrankungen wirken.

von: Dr. Carola Jung, INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien

Auswahl von Online-Artikeln zur Konferenz:

Universität des Saarlandes: Vorträge über Potenziale und Risiken der Nanotechnologie

September 2017

Am 14. September 2017 informieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Saar-Uni, darunter Dr. Annette Kraegeloh, Koordinatorin des Forschungsverbunds Nanosicherheit, in einem öffentlichen, allgemein verständlichen Vortrag über die Chancen und Gefahren von Nanotechnologie. Näheres ist der Pressemitteilung der Universität zu entnehmen.

Neue Programmbereichsleitung Asthma & Allergie am FZ Borstel

Mai 2017

Seit 11. April 2017 ist Prof. Susanne Krauss-Etschmann Direktorin des Programmbereichs Asthma & Allergie. Ihr Vorgänger Prof. Heinz Fehrenbach konzentriert sich nun voll und ganz auf die Leitung seiner Gruppe Experimentelle Pneumologie.

Auszeichnung für INMler auf dem Kongress „Nano meets Future“

September 2016

Auf dem diesjährigen Kongress Nano meets Future 2016, der in Saarbrücken stattfand, haben Dr. Jana Fleddermann und Dr. Henrike Peuschel vom Leibniz-Institut für Neue Materialien (Arbeitsgruppe Nano Zell Interaktionen) den 2. Platz beim Posterwettbewerb belegt. Sie stellten das Kooperationsprojekt „MORPHEUS“ mit der Pharmacelsus gGmbH vor. In diesem ZIM-Projekt wollen die Forscher eine Plattform zur Sicherheitstestung von Nanopartikeln entwickeln.

Sphäroide aus HepG2 Zellen haben eine Größe von ca. 350 µm. B. Nach Inkubation mit fluoreszenzmarkierten SiO2 Nanopartikel (Ø 100 nm) wurden Kryoschnitte der Sphären angefertigt. Mikroskopische Aufnahmen zeigen, dass Nanopartikel nur am Rand der Sphäre, in den ersten Zellschichten, lokalisiert sind.

Professor Fehrenbach im Interview mit dem NDR

August 2016

Das Wissenschaftsmagazin logo des NDR hat ein Interview mit Professor Heinz Fehrenbach zur Wechselwirkung von Nanopartikeln mit menschlichen Zellen geführt. Die Aufzeichnung der Radiosendung finden Sie in der NDR-Mediathek.

Morpheus – Eine Testplattform für die Sicherheit von Nanomaterialien

November 2015

Sphere of liver cells

3D-Sphäre aus Leberzellen. Gelb zu erkennen sind die Kerne der einzelnen Zellen, in Cyan ist das Aktin-Zytoskelett dargestellt.

Im ZIM Projekt MORPHEUS (Morphologic Phenotyping for Establishment of Unique Safety Profiles) soll eine multiparametrische Testplattform zur frühzeitigen Gefährdungsanalyse von Nanopartikeln entwickelt werden. Diese Testplattform, basierend auf 3D-Lebermikrogewebe, kombiniert die Testung klassischer und funktioneller Toxizitätsmarker (z. B. Cytochrom P450 und Gallensäureprofil) nach Partikelbelastung mit morphologischen Markern, welche mittels hochauflösender STED-Mikroskopie ermittelt werden. Schwerpunkt ist zudem, den Einfluss von Nanopartikeln auf die Pharmakologie von Medikamenten genauer zu untersuchen. Das Projekt läuft im Rahmen des ZIM-Kooperationsnetzwerkes Nanopharm und wird von der Pharmacelsus GmbH und dem Leibniz-Institut für Neue Materialien in Saarbrücken gemeinsam für 3 Jahre bearbeitet.

Naturstoff Ectoin reduziert den Einfluss von Umweltpartikeln auf die allergische Sensibilisierung

Juli 2015

Luftgetragene Schadstoffe können zur Entstehung von allergischen Erkrankungen des Menschen beitragen. In einer aktuellen Arbeit zeigen Forscher des IUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf, dass die durch Kohlenstoffpartikel ausgelöste Entzündungsreaktion der Lunge maßgeblich die allergische Sensibilisierung gegenüber einem Fremdeiweiß begünstigt. Der in verschiedenen Medizinprodukten enthaltene Naturstoff Ectoin ist in der Lage, den schädlichen Effekten der Umweltpartikel entgegenzuwirken.

Link zur vollständigen Pressemitteilung.

Start der Informationsinitiative „Tierversuche verstehen“

August 2016

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„Tierversuche verstehen“ ist eine Initiative der deutschen Wissenschaft, koordiniert von der Allianz der Wissenschaftsorganisationen. Sie informiert umfassend, aktuell und faktenbasiert über Tierversuche an öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen. „Tierversuche verstehen“ fördert den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit und trägt zu einer sachlichen Diskussion über Tierversuche bei.

Am 6. September um 12 Uhr werden die Website tierversuche-verstehen.de und die zugehörigen Twitter- und Youtube-Kanäle online gehen.